Doris Münch

Rückblick auf drei Tage pilgern

Gemeinsam unterwegs (Foto: Doris Münch): Auf dem Pilgerweg

Wechselnde Pfade, Schatten und Licht ....
Doris Münch,
Wechselnde Pfade, Schatten und Licht …….

Am 1. Mai (ein Tag) und am 13. und 14. Mai (zwei Tage) war eine Gruppe von 14 bzw. 13 Personen pilgernd auf dem Jakobsweg unterwegs, der im Thurgau bekanntlich Schwabenweg genannt wird.
Die drei Tage führten uns von Kreuzlingen bis nach Fischingen, was ein offizielles Etappenziel auf dem Jakobsweg (nach Santiago de Compostela in Nordspanien) darstellt.
Dabei waren wir «unter dem Schirm des Höchsten», behütet, beschirmt und in guter Gemeinschaft unterwegs.

Unsere jüngste Teilnehmerin, Janina Schaad, schildert den Zweitäger aus ihrer Sicht:

"Für mich als Jüngste unter Erwachsenen und älteren Leuten war das zweitägige Unterwegsein von Märstetten bis zum Kloster Fischingen ein Erlebnis. Unser Leitthema war: «Vertrau den neuen Wegen. »
An Auffahrt kamen wir trocken bis nach Affeltrangen. Kurz nach unserer Mittagspause wurden wir mit einem kurzen Schauer «geduscht». Bei einem Hofunterstand konnten wir uns dann auf Regenkleider umrüsten, aber da war der Schauer auch bereits wieder vorbei. Trocken kamen wir anschliessend nach Münchwilen, wo wir übernachten und dank Kooperation des Hotels in einer Pizzeria das Abendessen einnehmen konnten.
Am Abend bei unserem Tagesabschluss notierten wir einen Satz oder ein Wort, das für uns zum vergangenen Tag passte.
Am Freitag war das Wetter, im Vergleich zur Vorhersage traumhaft schön, was uns natürlich sehr gelegen kam. Es erwarteten uns etwas mehr Steigungen als am Vortag, dafür war die Strecke insgesamt kürzer.
In Fischingen assen wir Zmittag und machten dann unseren Pilgerabschluss in der Idakapelle, wo wir uns Zeit nahmen zum Hören, kanonischen Singen und wieder zur Stille und zum Aufschreiben eines Gedankens.
Für mich war das Pilgern eine sehr gesprächsintensive und trotzdem zur Ruhe führende Zeit."
Janina Schaad

Gehen, manchmal bewusst schweigen, gemeinsam singen, Pausen und dann und wann ein Impuls strukturierten diese Pilgerzeit.
Dass wir während einer so unsicheren Wetterlage fast trocken unterwegs sein durften, erfüllt mich mit grosser Dankbarkeit.
Danken möchte ich auch Jmerio Pianari für die Co-Leitung beim Eintäger und Esther und Gustav Damm für die Co-Leitung beim Zweitäger und allen für das gute Miteinander.

Für mich persönlich war der absolute Höhepunkt des dreitägigen Pilgerns, dass wir als Gruppe unseren spirituellen Abschluss in der Idakapelle des Klosters Fischingen feiern durften. Ich habe jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke.
Doris Münch
Bereitgestellt: 03.06.2021     Besuche: 81 Monat 
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