Doris Münch

Gemeindeexkursion ins Museum Rietberg nach Zürich

Besuch im Museum Rietberg (Foto: Doris Münch): Museumsgruppe

Unser Ziel: Die Ausstellung "Im Namen des Bildes"
Doris Münch,
Am 14. Mai machte sich eine Gruppe aus der Gemeinde auf die Spuren des "Bildes zwischen Kult und Verbot in Islam und Christentum" im Zürcher Rietbergmuseum.




14 Personen beteiligten sich an dieser Exkursion und konnten von einer sehr interessanten Führung vor Ort und neuen Eindrücken profitieren.

Der Islam, so die landläufige Meinung, kenne ein absolutes Bilderverbot und sei figürlichen Darstellungen gegenüber feindlich eingestellt; ganz im Gegensatz zum Christentum. ‒ Aber stimmt die Behauptung überhaupt? Verbietet der Islam Bilder kategorisch? Und im Christentum: Besagt das Zweite Gebot Mose nicht, dass man sich kein Bildnis machen solle?

Ex 20, 4 – Zürcher-Bibel: «Du sollst dir kein Gottesbild machen noch irgendein Abbild von etwas, was oben im Himmel, was unten auf der Erde oder was im Wasser unter der Erde ist.»

Was hat es mit dem Bilderverbot in den islamischen und christlichen Kulturen eigentlich auf sich? Wie gingen sie mit der figürlichen Darstellung, also dem Abbilden von Menschen und besonders des Propheten Muhammad und Christus, um?

Die Ausstellung widmet sich zum ersten Mal diesen Fragen in einer kulturvergleichenden Schau. Sie zeichnet nach, welche Strategien Islam und Christentum im Verlauf der Jahrhunderte entwickelten, um mit dem Bilderverbot umzugehen. Im Zentrum steht dabei das Mittelalter, die Epoche zwischen dem 6. und 16. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde die Bilderfrage ausführlich von Theologen erörtert.

Gunnar Brendler, Pfarrer
Bereitgestellt: 17.05.2022      
aktualisiert mit kirchenweb.ch