Gunnar Brendler

Gesprächsgruppe am Montagabend

Flyer b<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-kreuzlingen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>159</div><div class='bid' style='display:none;'>3545</div><div class='usr' style='display:none;'>57</div>

In dieser Gesprächsgruppe möchten wir gemeinsam Texte lesen und auf ihre Stimmigkeit überprüfen. Denn Sprache ist nicht nur ein Medium um Informationen zum Ausdruck zu bringen und weiterzugeben. Sprache gestaltet auch Wirklichkeit, verändert und beeinflusst uns.
Viele Sprachwendungen werden oft einfach übernommenen und nicht mehr daraufhin überdacht, ob diese in unserer Zeit noch Relevanz haben und sich stimmig anfühlen. So kann eine Entfremdung der gelebten Realität gegenüber der durch die Sprache vermittelten Wirklichkeit entstehen,
Dazu Zitat aus dem "ABC des guten Lebens":
"Die Sprache hat eine starke Kraft, die Erwachsene manchmal wenig beachten. Indem sie sich bemühen, in der Welt zu leben, passen sie ihre Sprache und ihr Sprechen an die Konventionen an. Ein Innehalten und aufmerksames Bedenken scheinbar alltäglicher Wörter kann neue Denkweisen anstossen."
Jede sprachliche Äusserung, jeder Text den wir lesen oder hören ist eingebettet in seiner Zeit, ist Teil und Ausdruck des Wissens und der Wahrnehmung in seiner Zeitspanne und beeinflusst diese wiederum. Unser tägliches Denken und Handeln wird dadurch beeinflusst. Was wir sagen und wie wir uns ausdrücken ist von Wichtigkeit, bedarf eines achtsamen Umgangs, ist nicht beiläufig, hinterlässt Spuren und gibt Richtung vor.
Es sind drei Hauptthemen, mit denen wir uns im 2019 auseinandersetzen möchten im Hinblick auf gerechte Sprache und auch auf sprachliche Begrifflichkeit.

Brigitte Buchholz, Andrea Stüven, Klaus Buchholz, Gunnar Brendler (das Leitungsteam)
Gunnar Brendler,
Gerechtes Sprechen
Wir lesen und diskutieren Texte.

Wirtschaft ist Care
Der Begriff Wirtschaft leitet sich aus den altgriechischen Wörtern oikos (Haus, Haushalt) und nomos (Lehre, Gesetz) ab. Es geht also eigentlich um die Lehre des guten Haushaltens, dass alle bekommen, was sie wirklich benötigen.
Care kommt aus dem Englischen und meint Fürsorge, aber auch Achtsamkeit, Obhut, Pflege, Umsicht.
Es geht um das Bewusstsein von Abhängigkeiten, Bedürftigkeit und Bezogenheit als menschliche Grundkonstitutionen. Letztendlich um «ein Sorgen für die Welt».
Ist es das, was uns einfällt, wenn wir über Wirtschaft sprechen? Oder geht es nur ums Geld und Gewinnoptimierung.

ABC des guten Lebens
Das "ABC des guten Lebens" ist eine Initiative von Philosophinnen und Ethikerinnen.
Im "ABC des Guten Lebens" finden sich alphabetisch geordnet eine Reihe von Begrifflichkeiten, wie zum Beispiel Abhängigkeit, oder Fülle. Es ist als Ganzes ein Versuch, bekannte Wörter neu zu denken, und neue Wörter zu finden, und lädt ein zur Diskussion darüber.
"Wenn sich der Blick ändert, ändert sich auch die Landschaft (Zitat Luisa Muraro)."



Als textliche Grundlagen zu einer Annäherung an diese Thematik dienten unter anderem der Text «ABC des guten Lebens», Christel Göttert Verlag; "Nicht alles lässt sich lehren", Luisa Muraro, Christel Göttert Verlag; «Die Bibel - übersetzt in gerechte Sprache? Grundlagen einer neuen Übersetzung, Gütersloher Verlagshaus; «Wirtschaft ist Care», Ein Essay von Ina Praetorius, Heinrich Böll Stiftung; «die neue Reformation», Klaus Douglass c+p Verlag.

Weiterführende Informationen zur Thematik:
www.boell.de
www.kick.dich.ch
www.bibel-in-gerechter-sprache.de
www.abcdesgutenlebens.de
www.bzw-weiterdenken.de
www.frauensynode.ch

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wo: Evangelisches Kirchgemeindehaus Bärenstrasse 25
Wann: Montags von 19.30 bis 21.00 Uhr

Daten 2019

14. Januar
11. Februar
11. März

01. April
20. Mai
17. Juni

16. September
21. Oktober
11. November
09. Dezember
Bereitgestellt: 19.01.2019      
aktualisiert mit kirchenweb.ch