Damian Brot

Wie eine Spendenaktion Jugendliche verbinden kann

IMG_20190323_091034_resized_20190323_042613679<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-kreuzlingen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>577</div><div class='bid' style='display:none;'>3590</div><div class='usr' style='display:none;'>138</div>

In einer gemeinsamen Aktion auf dem Boulevard in Kreuzlingen haben Jugendliche aus Tschechien und der Schweiz Geld für ein Hilfsprojekt im Senegal gesammelt. Im folgenden Bericht erzählen Schülerinnen und Schüler aus dem "Malostrankeho Gymnasia" in Prag, was sie in der Schweiz erlebt haben. Im Gottesdienst der Evangelischen Kirchgemeinde Kreuzlingen haben sie sogar ein Theater aufgeführt.
Damian Brot,
Mehr als nur eine Begegnung

Die Zusammenarbeit mit evangelischen Gemeinden in der Schweiz (Tripolisprojekt) bedeutet
für unsere Schule – das Malostranske Gymnazium aus Prag - schon eine Tradition. Dieses Jahr
wurden wir zum Projekt „Brot für alle“ nach Kreuzlingen eingeladen. Und so sind zwölf
Schüler und zwei Lehrerinnen am 19.3. mit dem Bus in die Schweiz losgefahren. An Ort und
Stelle haben wir uns noch der zweiten eingeladenen kirchlichen Gruppe aus Tschechien
angeschlossen.

Frauenprojekt im Senegal

Diesmal kneteten wir gemeinsam mit schweizerischen Jugendlichen Brötchen, die dann am
nächsten Tag in den Strassen verkauft wurden. Der Verkaufserlös wurde der Unterstützung
der Wirtschaft in Senegal gewidmet. Natürlich hat alle das Ergebnis interessiert – wer der beste
Verkäufer war.

Gottesdienst mit Botschafterin

Am Sonntag wurde diese Veranstaltung mit einem festlichen Gottesdienst beendet. Zu diesem
Anlass haben wir eine Vorstellung über den Golem vorbereitet. Natürlich hatten wir
Lampenfieber, weil viele Leute kamen und wir hatten Angst, ob alles klappt, besonders wenn
auch geehrte Gäste – z.B. die tschechische Botschafterin, Frau Valentova, dabei waren.

Reichhaltiges Programm

Dank unseren freundlichen Gastgebern aus den Kirchgemeinden Unterstrass in Zürich und in
Kreuzlingen erlebten wir noch viel mehr. Vor allem sind wir dankbar der Hauptorganisatorin,
Jugendarbeiterin Andrea Bevelaqua, die für uns mit ihrer unendlichen Energie und
Begeisterung wirklich reiches Programm vorbereitete.

So konnten wir bei einer Führung in der Züricher Synagoge historich wertvolle Thora – Rollen
bewundern. Auch offener Jugendtreff in OJA Oerlikon hat für uns viel bedeutet. Wir konnten nämlich mit einigen Jungen und Mädchen aus mit Krieg bedrohten Ländern nicht nur Tischtennis und Karten spielen, sondern auch offen über ihre Probleme sprechen.

Und was sollten wir noch nicht vergessen? Die Besichtigung der katholischen Kirche St. Ulrich
in Kreuzlingen mit dem hervorragenden Grottenwerk, den Besuch des Hauses von Meister Jan
Hus in Konstanz oder die Führung durch diese Stadt? Oder unser Ausflug zum Rheinfall? Alles
war für uns so interessant und spannend.

Besuche in zwei Schulen

Da wir normalerweise alle Alltage in der Schule verbringen, waren wir natürlich neugierig,
wie der Unterricht in den schweizerischen Schulen aussieht. Wir waren froh, dass wir die
Möglichkeit hatten, zwei Schulen (Schulhaus Riedtli in Zürich und Schulhaus Egelsee in
Kreuzlingen) zu besuchen und an den Unterrichtsstunden aktiv teilzunehmen. Die
Unterschiede sind nicht so gross – überall muss man lernen, aber natürlich konnten wir einige
finden, z.B. der Unterricht war mehr praktisch orientiert und unsere Schule im historischen
Zentrum Prags beneidete wirklich für uns riesige Turnhallen.

Vor allem hat es uns gefallen, wie das Verständnis unter den jungen Leuten aus verschiedenen
Ländern funktionierte und wir sind damit einverstanden, dass sie „das Salz der Erde“ sind.
Dieses Motto hat jeder in einem Fläschchen mit Salz gefunden. Dieses Geschenk bereitete für
uns Andrea in der Zivilschutzanlage vor, wo wir übernachteten. Und das war auch ein
unvergessliches Erlebnis.

Noch einmal vielen Dank!

Schülerinnen und Schüler aus Malostrankeho Gymnasia aus Prag
Bereitgestellt: 30.03.2019     
aktualisiert mit kirchenweb.ch